JOSY-MEIDINGER-Haus

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Seit Dezember 2023 können Sie die verschiedenen Arbeiten Josy Meidingers im neuen Josy-Meidinger-Haus in der Neuburger Altstadt besichtigen. Josy Meidinger war bekannt für ihre besonders filigranen Scherenschnitte, die oft aus zahlreichen farbigen Teilscherenschnitten zusammengesetzt wurden. Aber auch Gemälde, Holz-, Linolschnitte sowie vielfältige Grafiken und Bühnenbilder für Marionettentheater wurden von der Neuburgerin angefertigt.

Ausstellung Stille Nacht

Öffnungszeiten

auf Anfrage

Eintritt

Erwachsene_ kostenlos
Ermäßigt_ kostenlos

Für Sonderausstellungen können gesonderte Eintrittspreise gelten.


Anschrift

Scherenschnittmuseum
Amalienstraße A 33
86633 Neuburg an der Donau
Josy Meidinger

Die Künstlerin

Josy Meidinger wurde am 19. Dezember 1899 im Kloster Schäftlarn geboren, ihr Vater Johann Meidinger arbeitete dort als Gymnasialassistent und unterrichtete am angeschlossenen humanistischen Gymnasium Latein, Griechisch, Deutsch und Geschichte. Nach kurzer Zwischenstation in Donauwörth wurde der Vater von „Josefine“ an das humanistische Gymnasium in Neuburg an der Donau versetzt.

In Neuburg an der Donau besucht Josy die Volksschule, anschließend das Mädchenlyzeum. Nachdem ihre Lehrer auf ihre große Zeichenbegabung aufmerksam wurden, durfte sie in München an der „Königlichen Kunstgewerbeschule“ studieren, zu damaligen Zeiten für eine Frau ungewöhnlich. „Die Königliche Kunstgewerbeschule“ war über Bayerns Grenzen hinaus eine der anerkanntesten Kunstschulen.

Nach ihrem Studium und einer kurzen Referendariatszeit ließ sich Josy Meidinger 1920 als freiberufliche Künstlerin in ihrer Heimatstadt Neuburg an der Donau nieder und lebte dort bis zu ihrem Tod 1971.

In Neuburg war die Künstlerin bekannt, auch weil sie hier immer mit ihren Hunden unterwegs war, so bezeichneten sie auch viele Kinder als „Hundetante“. Heute gibt es noch Zeitzeugen in Neuburg an der Donau, welche die ein oder andere Anekdote zu erzählen haben. Ihre Geschichten über Josy Meidinger wurden jüngst in Interviews festgehalten, um sie der Nachwelt zu erhalten.